Es geht um die Wurst!

Dass man auch in der Branche der Fleischverarbeitung keine Extrawürste akzeptiert, wenn es um den Klimaschutz geht, beweist ein Beispiel aus Köln.

So geht die Wurst- und Fleischmetzgerei GS Schmitz ganz bewusst den Spagat zwischen Moderne und Tradition ein, die auf das Jahr 1911 zurück geht.

Die Werte von damals sind dabei kein Widerspruch, sondern werden auch heute noch gelebt:

  • Tradition,
  • Bodenständigkeit
  • und der unbedingte Wille zur Qualität.

Dieser Tradition verpflichtet, stellt das Unternehmen ausschließlich regionale Rezepturen mit handwerklicher Zubereitung nach traditioneller Metzgerart her. Der familiengeführte Betrieb hat hier seinen Weg gefunden, auch für künftige Generationen in Richtung Nachhaltigkeit zu wirtschaften. „Eine nachhaltige Umweltpolitik ist für ein Familienunternehmen ein Hygienefaktor, der in der Firmenphilosophie fest verankert sein sollte. Wo sonst ist die Ausrichtung in die Zukunft wichtiger als in einem Familienbetrieb“, so die geschäftsführende Gesellschafterin Astrid Schmitz.

Im Jahr 2018 wurde auf dem Firmendach eine Photovoltaik-Anlage installiert, wovon 100 Prozent des Stroms direkt im Unternehmen selbst verwendet werden. Durch die Photovoltaik- Anlage können jährlich bis zu 500.000 kWh und bis zu 200 Tonnen CO2 eingespart werden.

Zudem wurde im Jahr 2019 eine Wärmerückgewinnung an einem Druckluftkompressor installiert, welche die Abwärme nutzt und Warmwasser bereitet. Hierdurch können jährlich bis zu 50.000 kWh und jährlich bis zu 100 Tonnen COeingespart werden.

Neben einem ständigen Monitoring der Energieverbräuche durch den VEA, nimmt das Kölner Unternehmen regelmäßig an der regionalen Zertifizierung ÖkoProfit teil. Bei dieser Zertifizierung werden ebenfalls Kennzahlen zu Energie, Wasser, Abfall und Weitere genauer begutachtet und Maßnahmen zur Optimierung erstellt und umgesetzt. Unter anderem wurden in diesem Rahmen Maßnahmen wie die CO2-Bilanzierung auf Unternehmensebene und Anschaffung neuer Abfallcontainer zur besseren Mülltrennung umgesetzt.

Um noch einen weiteren Schritt Richtung Nachhaltigkeit zu gehen, hat sich das Unternehmen GS Schmitz dazu entschieden, einige Produkte klimaneutral zu stellen. Hierzu wurde zunächst ein Produkt von einem externen Bilanzierungsunternehmen bilanziert, wozu ein produktbezogener CO2-Fußabdruck (Product Carbon Footprint) erstellt wurde. Die hier bilanzierten Emissionen wurden auf Reduktionsmaßnahmen geprüft. Die nicht zu vermeidenden Emissionen werden über zertifizierte Klimaschutzprojekte kompensiert, wodurch das Produkt klimaneutral gestellt werden kann.

Möchten auch Sie Ihre Produkte, Dienstleistungen, Prozessschritte oder gar Ihr Unternehmen klimaneutral stellen, so bieten wir Ihnen im Rahmen der Initiative unsere Unterstützung an.